A wie Abstammungsnachweis: Für jeden
Rassehund wird von der Zuchtbuchstelle des Rassehundvereins eine
Ahnentafel ausgestellt.
Afterkralle: Auch Wolfskralle genannt. Bezeichnung für die erste
innere Zehe der Hinterpfote mit ihrer entsprechenden Kralle. Sie ist das
gelegentlich auftretende Merkmals eines stammesgeschichtlicher
Vorfahren. Sie ist im allgemeinen züchterisch unerwünscht.
Agility: Bewegungssportart, bei der sowohl der Hund als auch sein
menschlicher Begleiter (Führer)gefordert ist. Gefragt sind Behendigkeit
beim Durch- und Überqueren von Hindernissen durch den Hund sowie den
begleitenden Lauf seines Menschen.

Allergie: Erworbene Überempfindlichkeitsreaktion gegen meist an
sich harmlose, körperfremde Stoffe (Allergene). Allergien äußern sich in
heftigem Juckreiz und entzündlichen Schwellungen der Haut.
Analbeutel: Paarig angelegt, münden mit je einer Öffnung am
seitlichen inneren Afterrand. Sie enthalten Sekret mit Duftstoffen, die
zur Markierung sowie beim Erkennen der Tiere untereinander eine Rolle
spielen. Beim Kotabsatz werden die Sekrete diesem beigemischt.
Veränderungen und eine Entzündung bedingen Juckreiz und können für den
Hund schmerzhaft sein (sie rutschen auf dem Hinterteil). Tierarzt
aufsuchen!
Angst: Beweggrund für Flucht- und anderes Angstverhalten bis zum
Biss aus Angst. Wird als Wesensschwäche eingestuft. Angst kann erblich
sein, sie kann aber auch durch mangelnde Prägung bzw. Sozialisierung
oder prägende Ereignisse erworben sein. Kann von guten Therapeuten (auch
mit Tellington-Touch) behandelt, geheilt werden. Anschlagen: Lautgeben
bzw. Bellen des Hundes.
Apportieren: Bringen. Der Hund nimmt einen weggeworfenen oder an
einer sichtbaren Stelle deponierten Gegenstand (Apportierholz, Bringsel)
auf das Hörzeichen "Bring" oder "Apport" vom Boden auf und bringt es
ohne zu zögern (spielen etc.) auf direktem Weg zu seinem "Herrn", um es
auf den Befehl "Aus" abzulegen. Wichtige Disziplin beim jagdlich
geführten Hund.
Arttypisch, artspezifisch:
Artgemäßes Verhalten.
Aufreiten: Zur Paarung, aber auch als Dominanzgeste zu deuten.
Aujeszkysche Krankheit: Pseudowut. Wird durch die Verfütterung
von rohem Schweinefleisch auf den Hund übertragen. Therapie bis jetzt
nicht möglich.
Avitaminose: Vollständiger Mangel eines oder mehrerer Vitamine.
Ruft Mangelkrankheiten hervor.
B wie Ballaststoffe: Sind im Futter nötig, um die normale
Darmbewegung (Peristaltik) und die geregelte Verdauung zu sichern.
Ballen: Befinden sich am Pfotenende. Haben durch Polsterung
(elastische Fasern) eine stoßmindernde Funktion. Sie sind haarlos und
sind mit einer dicken Haut (Epidermis) überzogen. Sie besitzen viele
Schweißdrüsen (Hunde schwitzen an den Ballen). Geben auch Duftstoffe zur
Markierung ab.
Bandwurm: Ein Bandwurmbefall muß sofort nach dem Erkennen
(Glieder im Kot) behandelt werden. Ist ansteckend.
Bastard: Mischlingshunde werden mundartlich so genannt.
Begleithunde: Sind im Prinzip mit Familienhunden identisch. Ihre
Aufgabe besteht grob gesagt darin, ihre Besitzer folgsam und stets
aufmerksam zu begleiten und als angenehme Hunde zu fungieren. Ihre
Eigenschaften sind Wesensfestigkeit, Friedfertigkeit, Folgsamkeit,
Friedlichkeit, Schusssicherheit mit hoher Reizschwelle und
Verkehrssicherheit. Im Grunde freundlich-friedfertige Grundstimmung.
Legen die Begleithundeprüfung ab.
Beißkorb: Gehört zur Hundeausstattung. Verhindert das Beißen und
ist für Manche Rassen Vorschrift. Gibt es in Leder und Kunststoff.
Unbedingt darauf achten, daß der Hund hecheln und ungehindert atmen
kann.
Biß: Bezeichnung für die Stellung der Ober- und
Unterkieferschneidezähne zueinander beim Kieferschluss. Je nach
Ausbildung unterscheidet man zwischen Scheren-, Zangen-, Unter- und
Vorbiss.
Blesse: Breiter, regelmäßiger, weißer Längsstreifen (Abzeichen)
von der Stirn zur Nase verlaufend, manchmal bis auf die Oberlippe
durchgehend.
Brand: Hellere Zeichnung auf dunklerem Fell. Z.B. rot- und
rostbraune Abzeichen bei schwarzen Hunden an Backen, Fang, Kehle und
über den Augen und am unteren Ohr, auf der Brust, an Gliedmaßen und am
After (z.B. Dobermann).
D wie Deckakt: Paarung.
Dermatitis: Hautentzündung. Akute, schmerzhafte sämtliche
Hautschichten betreffende Hauterkrankung, die hauptsächlich durch äußere
Reize hervorgerufen wird.
Dermatomykosen: Hautpilzerkrankungen. Vorsicht, auf Menschen
übertragbar!
Diarrhoe: Durchfall.
Duftdrüsen: Sondern Sekrete ab, die sog. Pheromone enthalten. Sie
spielen im Sozialverhalten des Hundes (Markieren, Individualerkennung,
Geschlechtspartneranlockung) eine große Rolle. Sie kommen an bestimmten
Körperregionen vor (Analbeutel, Ballen) und können flüchtige Sekrete
(Schweißdrüsen) oder ein langsam verdunstendes Sekret (Talgdrüsen)
produzieren.
E wie Einschläfern: Euthanasie. Schmerzlose Tötung durch
Verabreichung einer Überdosis eines Betäubungsmittels.
Eklampsie: Geburtskrämpfe. Ursächlich durch
Kalziumsstoffwechselstörungen bedingt.
Ektoparasiten: Außenschmarotzer wie Flöhe, Zecken, Milben,
Haarlinge, Läuse.
Ektropium: Lidausstülpung. Kommt bei manchen Rassen wie
Bernhardiner, Doggen, Spaniel, Boxer oder Basset vermehrt vor.
Ellenbogendysplasie: Wachstumsstörung im Bereich des Ellenbogens,
die eine starke Lahmheit zur Folge hat. Röntgendiagnose und operative
Therapie.
Endoparasiten: Im Magen- und Darmkanal schmarotzende Würmer oder
Einzeller.
Erhaltungsbedarf: Energiebedarf im normal geführten Leben.
Fährten: Intensives Suchen mit tiefer Nase, dicht am Boden.
Fang: Mundöffnung. Bestehend aus den Lippen und der Mundspalte.
Fassbeinigkeit: Gliedmassenstellung.
FCI: Fédération Cynologique Internationale. Internationale
Dachorganisation der nationalen Züchtervereinigungen.
Fellpflege: Nicht nur für ein ordentliches Aussehen, sondern vor
allem damit Haut und Fell ihre Funktionen (z.B. als Thermoregulatoren)
voll erfüllen können, muß man täglich bürsten und kämmen. Schmutz und
abgestorbenes Unterhaar werden so entfernt. Der Fellwechsel im Frühjahr
und Herbst werden unterstützt und die Haut besser durchblutet.
Formwert(note): Beinhaltet beim Rassehund die äußere Erscheinung
(Exterieur). Die Beurteilungen werden auf Schauen,
Zuchttauglichkeitsprüfungen bzw. Körungen auf Ausstellungen durch
Zuchtrichter nach dem Rassestandard vorgenommen.
G wie Gastritis: Magenschleimhautentzündung.
Gebrauchshund: Für bestimmte Aufgaben ausgebildeter Hund, z.B.
Blindenhund, Rettungshund, Suchhund, Jagdhund oder Polizeihund usw.
Geläut: Bezeichnung für das Gebell mehrer jagender Hunde.
Genotyp: Gesamtheit der Erbanlagen, die ein Hund besitzt.
Gesäuge: Mammar, Milchdrüse, Milchleiste. Besteht meist aus 4,
selten 5-6 paarigen Mammarkomplexen (u.a. Zitzen), die an der unteren
Brust- und Bauchwand hintereinander angeordnet sind.
Geschirr: Brustgeschirr, Fährtengeschirr zum Führen des Hundes.
Geschlechtsreife: Tritt je nach Rasse im Alter von 7-10 Monaten
ein.
H wie Haarlinge: Hautschuppenfressende kleine Parasiten, die
ihre Eier an den Haarschäften ablegen.
Hasenpfote: Ballen schmal und schlank bei normaler
Mittelfußlänge.
Hechtgebiss: Starker Vorbiss.
Holzbock: Zecke.
Hörzeichen: Werden für dem Hund per Stimme (Modulation)oder Pfiff
gegeben.
Hüftgelenksdysplasie, HD: Eine schlimme Erbkrankheit. Bei der HD
handelt es sich um eine Abflachung der Hüftgelenkspfanne, wodurch
Schäden am Oberschenkelkopf entstehen. Je nach Grad der Schädigung
entstehen Schmerzen bis zur Lahmheit.
I wie Inzucht: Verpaarung von Tieren, die enger miteinander
verwandt sind als der Durchschnitt der Population (Rasse, Familie,
Linie). Dabei wird der I. Grad als Inzestzucht bezeichnet (Verpaarung
von Verwandten 1. und 2. Grades wie Eltern-Kinder, Vollgeschwister,
Halbgeschwister, Großeltern, Enkel usw.).
Iris: Regenbogenhaut des Auges.
J wie Jagdhunde: Gebrauchshunde für die Jagd. Spezielle Rassen
und Ausbildungen. Werden meistens nur an Jäger abgegeben.
K wie Kastration: Entfernung der Keimdrüsen.
Katastrophenhunde: Rettungshunde bei Katastrophen aller Art.
Kehlhaut: Lockere, leicht hängende, in Falten gelegte Haut im
Bereich der Kehle.
Knickrücken: Weist hinter dem Widerrist eine deutlich sichtbare
Delle (Knick) zum Rückenbereich hin auf.
Komfortverhalten: Verhaltensweisen, die im weitesten Sinne der
direkten Körperpflege und dem Wohlbefinden des Körpers dienen wie
Schnuppern, Kratzten, sich wälzen, sich belecken, usw.
Konjunktivitis: Bindehautentzündung.
Kopulation: Paarung.
Korkenzieherrute: Nach unten hängende, wie ein Korkenzieher
gewundene Rute.
Körung: Auf Grund der Zuchttauglichkeitsprüfung und
Zuchtwerteinschätzung vorgenommene Auswahl von zuchttauglichen
Rassetieren.
L wie Lagerstätte: Schlafplatz.
Lagerhunde: Bezeichnung für Vorstehhunde, die Wild in ihrem Lager
aufspüren.
Läufe: Bezeichnung für die Vorder- und Hinterextremitäten (Beine)
des Hundes.
Läufigkeit: Hitze, Brunst. Eine Hündin wird im Jahr einmal im
Herbst und einmal im Frühjahr läufig. Die Läufigkeit tritt zwischen dem
7. und 10. Lebensmonat zum ersten mal auf und dauert in der Regel 21
Tage. Eine Läufigkeitsblutung kann zwischen dem 3. und 7. Tag
festgestellt werden. Ab deren Ende (glasiger bis leicht blutiger
Ausfluss) "steht" die Hündin und lässt sich vom Rüden decken. Die
Paarungsbereitschaft dauert etwa bis zum 13., maximal 16. Tag nach
Einsetzen der Blutung an.
Lefzen: Lippen des Hundes.
Lende: Abschnitt des Körpers, der sich vom letzten Brustwirbel
bis zum ersten Kreuzwirbel erstreckt.
Liegeschwielen: Durch Liegen auf einer harten und rauen Unterlage
wie Beton, Natursteine entwickelt sich eine haarlose Stelle an den
Ellenbögen. Die Haut verdickt und trocknet aus. Kann dem Hund Schmerzen
bereiten. Auf weiche Dauer-Liegefläche achten.
M wie Magendrehung: Torsio ventriculi, eine lebensbedrohliche
Erkrankung. Vor allem bei großen Rassen auftretend. Unmittelbar nach der
Futteraufnahme werden folgende Symptome beobachtet: Brech- und
Würgereiz, Auftreibung des Bauches (durch Gasansammlung), zunehmende
Hinfälligkeit, weil der Magen sich gedreht bzw. abgeschnürt hat. Wenn
nicht sofort operiert wird, ist das Tier verloren. Deshalb: Nach der
Fütterung unbedingt für Ruhe sorgen. Nicht toben und spielen!
Futterration in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt geben.
T wie Tollwut: Der Erreger ist das Rhabdovirus, das zur
Schädigung des Nervensystems führt. Die Ansteckung erfolgt über den
Speichel oder einen Biss des infizierten Tieres. Hunde können dagegen
prophylaktisch geimpft werden. Nie auf die Impfung verzichten!
Trächtigkeit: Die Tragzeit beträgt beim Hund durchschnittlich 63
Tage, kann aber individuell etwas schwanken.
U/Ue wie Überbaut: Der höchste Punkt der Kruppe liegt höher
als der Widerrist.
Über die Schnauze beißen: Überlegenheitsgeste unter Hunden und
erzieherische Maßnahme der Hündin gegenüber einem Welpen.
Urämie: Harnstoffvergiftung.
V wie Vakzination: Impfung.
VDH: Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. mit Sitz in
Dortmund.
Vorbiss: Überbiss (Hechtgebiss), Kiefernanomalie. Verkürzung des
Oberkiefers.
W wie Wachstum: Hundewelpen gehören zu den am schnellsten
wachsenden Säugetieren. Die einzelnen Säuger verdoppeln ihre
Geburtsmasse in ganz unterschiedlichen Zeitspannen. Die Verdopplungszeit
ist um so kürzer, je höher in der Muttermilch der Gehalt an Eiweiß und
Mineralstoffen ist. Deshalb sollte man auch Hundewelpen von Anfang an
wiegen.
Wamme: Lose herabhängende Hautfalte, die in Längsrichtung
zwischen Kehle und Vorbrust verläuft.
Wesen: Wird bestimmt von Temperament, Charakter, Eigenschaften.
Wirehair: Drahthaar.
Z wie Zuchtbuch: Abstammungsnachweis